Sprachentwicklungsstörung: Unterschied zwischen den Versionen

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Aktuelle Version vom 20. August 2009, 20:22 Uhr

Eine Sprachentwicklungsstörung (SES) liegt vor, wenn ein Kind nicht in der Lage ist, seine Muttersprache in normalem Umfang zu erlernen, d.h. es liegt eine zeitliche und/oder inhaltliche Abweichung von der normalen Sprachentwicklung vor.


Begriffliche Differenzierung

  • Sprachentwicklungsverzögerung (SEV): Die zeitliche Verzögerung der sprachlichen Entwicklung beträgt weniger als ein halbes Jahr im Vergleich zum normalen Spracherwerb.
  • Sprachentwicklungsstörung (SES): Die zeitliche Verzögerung der sprachlichen Entwicklung beträgt mehr als ein halbes Jahr im Vergleich zum normalen Spracherwerb. Ursächlich dafür können eine Hörstörung, mentale Retardierung, schwerwiegende sozial-emotionale Probleme oder ein auffälliger neurologischer Befund sein.
  • Spezifische Sprachentwicklungsstörung (SSES): Eine Sprachentwicklungsstörung ohne Vorliegen obiger Ursachen, d.h. das Kind verfügt über intakte Sprech- und Hörorgane und normale Intelligenz. Von einer SSES wird gesprochen, wenn die Störung allein die Sprache und das Sprechen betrifft, alle nicht-sprachlichen Kompetenzen aber im Normbereich liegen.
  • Spracherwerbsbehinderung (SEB): Eine SES mit organischer Ursache, wie z.B. einer Lippen-Kiefer-Gaumen-Spalte.