Stottern

Stottern gehört zu den Redeflussstörungen und ist eine Störung der pragmatisch-kommunikativen Ebene. In der Literatur werden häufig Begriffe wie Balbuties synonym verwandt.

Symptome

Symptome beim Stottern kann man grundsätzlich in Primärsymptome (sprachliche Symptome) und Sekundärsymptome (Folgesymptome).

Die Primärsymptome von Stottern lassen sich in zwei Formen aufteilen:

klonische Symptome

  • lockeres Wiederholen von Lauten, Silben, Wörtern oder Satzteilen
  • Blöcke, auch Kloni oder "Hüpfballstottern genannt. Sprechunflüssigkeiten sind bis zum 4 Lebensjahr normal, man spricht dann von Entwicklungsstottern. Stottern: länger als 6 Monate, mehr als drei Wiederholungen, Schwa - Laut /a/

tonische Symptome

  • Dehnungen, auch Toni oder "Schlangenstottern" genannt. Gemeint sind tonlose oder stimmhafte Dehnungen. Tonis sind häufig mit einer aufgeprägten Sekundärsymptomatik verbunden (vermeiden von Blickkontakt, Sprechen, Personen, Setting, Inhalt)

Ursache

Die Ursachen von Stottern sind vielfältig. Neben organischen Ursachen sind meist individuelle Ereignisse auslösende Faktoren.

Eine genaue Betrachtung der aufrechterhaltenden Faktoren ist für die Therapie relevanter.

Diagnose

Kindliches Stottern

  • Die Checkliste kindliches Stottern nach Cooper und Cooper gibt Aufschluss über die Wahrscheinlichkeit eines chronischen Stotterverlaufs bei Kindern.

Therapie

Es gibt verschiedene Konzepte, die sich mit der Behandlung des Stotterns beschäftigen.

  • Intensiv-Stottertherapie, Bonn nach Holger Prüß (ISTP)
  • Kasseler Stottertherapie

Die meisten Therapien basieren auf dem Konzept von Van Riper und beinhalten:

  • Angstabbau
  • Identifikation
  • Modifikation

Prognose

Stottern ist nicht heilbar!

Es sollte mit Hilfe der richtigen Therapie jedoch jedem Stotternden möglich sein, sein Stottern soweit zu beherrschen und zu modifizieren, sodass er nahezu ohne Symptome sprechen und in den meisten Situationen die Kontrolle über sein Stottern behalten kann.

Links zum Thema

Informationsquellen

Selbsthilfegruppen

Therapien

weitere Links


Dieser Artikel ist momentan noch eine lose Sammlung an Notizen.
Du kannst helfen und ihn verbessern! Danach kannst du diesen Hinweis entfernen.