Schluckprovokationstest

Aus logopädisches Weblexikon
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Mit dieser Untersuchung lässt sich die Auslösung des Schluckreflexes testen.

Ablauf

Durch eine sehr dünne Sonde, die ca. 12 cm. durch die Nase eingeführt wird, werden 0,5 ml isotonische Salzlösung injiziert und dabei die Larynxelevation beobachtet. Anschließend werden 2 ml injiziert und ebenfalls die Larynxelevation beurteilt.

Befund

Die Elevation des Larynx sollte unmittelbar - d.h. unter 3 Sekunden - geschehen.

Längere Zeiten und eine ungleichmäßige Bewegung des Larynx deuten auf einen gestörten Ablauf hin. Eine genauere Beurteilung mit Hilfe einer fiberendoskopischen Schluckuntersuchung (FEES) sollte sich anschließen.

Sollte kein spontanes Schlucken beobachtbar sein, deutet dies auf eine hohe Aspirationsgefahr hin. Es ist davon auszugehen, dass bei somnolenten Patienten ein deutlicher Speichelaufstau während der Ruhebeobachtung bei einer FEES zu beobachten sein wird.