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Aus logopädisches Weblexikon

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Die Reduzierte Syntax-Therapie ist ein Therapiekonzept in der Aphasiebehandlung.

Gedacht ist dieses Therapiekonzept hauptsächlich für Broca-Aphasiker mit schwerem Agrammatismus. Es geht von der Hypothese aus, dass bei Agrammatismus eher die morphologische Verarbeitung gestört ist, die ganzheitliche Aktivierung syntaktischer Fragmente hingegen eher leicht fällt.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Ziel

Die deutliche Verbesserung der Kommunikation. Sie soll dadurch erreicht werden, dass die Diskrepanz zwischen den guten Benennleistungen und der schlechten Spontansprache verringert wird durch die Aktivierung der syntaktischen Fragmente.

[Bearbeiten] Voraussetzungen

[Bearbeiten] Störungsbild

[Bearbeiten] Patient

[Bearbeiten] Screening zum Wortabruf

Neben dem Untertest „Benennen“ des Aachener Aphasie Test muss ein Screening durchgeführt werden. Dabei werden dem Patienten je 30 häufig vorkommende Nomen und Verben in Form von Bildkarten vorgelegt. Diese muss der Patient benennen können. Anderenfalls ist dieses Therapiekonzept nicht geeignet.

[Bearbeiten] Angehörige

[Bearbeiten] Therapie

[Bearbeiten] Methodisches Vorgehen

Konstituenten

(syntaktische Funktion) || Beispiele

Phase 1NP – V

(direktes Objekt – Verb) || Brief schreiben Kaffee getrunken

AP – V

(Adverb – Verb)||schlecht geschlafen lange gewartet

Phase 2PP – V

(Adverbiale Bestimmung – Verb) || nach Köln gefahren auf Baum klettern

Phase 3NP – NP –V

(Subjekt – Objekt – Verb) || Willi Haus gekauft Kati Bein gebrochen

NP – V

(Subjekt – Verb) || Frau geschlafen Peter geweint

NP – AP – V

(Subjekt – Adverb – Verb) || Otto laut gelacht Erika schnell gefahren

NP – PP – V

(Subjekt – adverbiale Bestimmung – Verb) || Luise nach Füssen gefahren Klaus nach London fliegen

Phase 4AP / PP – ... – ... – V – AP / PP

(Zeit) – ... – (Ort) || gestern (Willi) Haus gekauft Kati Bein gebrochen in München

Phase 5... – NP – NP – V – ...

(indirektes Objekt – direktes Objekt – Verb) || (Otto) Egon 5 Euro gestohlen, (Fritz) Lisa Brief geschrieben

[Bearbeiten] Phase 1

[Bearbeiten] Objekt-Verb-Verbindungen

Dem Patienten werden Bilder vorgelegt und er soll die vom Therapeuten verbalisierte Handlung zeigen. Zuerst mit weiter semantischer Auswahlmenge und im nächsten Schritt mit enger semantischer Auswahlmenge (z.B. Bildkarten zu "Brot schneiden", "Brot essen", "Wurst schneiden" und "Wurst essen").

Ist der Patient hier sicher, kann davon ausgegangen werden, dass beide Wörter verarbeitet wurden.

[Bearbeiten] Adverb-Verb-Verbindungen

[Bearbeiten] Phase 2

Präpositionen, die sich auf das Verb beziehen, werden hier erarbeitet. Dabei ist es wichtig, die Differenzierung der Bedeutung von Präpositionen zu festigen (z.B. "nach Köln fahren -- aus Köln kommen").

[Bearbeiten] Phase 3

[Bearbeiten] Phase 4

[Bearbeiten] Phase 5

[Bearbeiten] Prinzipien

Dazu sollten die Patienten ermuntert werden, zu Hause Geschichten nachzuerzählen; die Angehörigen, die verstandenen Inhalte wiederzugeben.


[Bearbeiten] Anhang

Syntaktische Analyse

[Bearbeiten] Buchtipp

Cover
Claudia Schlenck, Klaus J. Schlenck, Luise Springer
313100181X

[Bearbeiten] Quelle

Referat von Carsten Flötotto und Alexander Fillbrandt, Lehranstalt für Logopädie Gießen, (c) 2002

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