Progressive Muskelentspannung
Aus logopädisches Weblexikon
Die Progressive Muskelentspannung (PME oder PMR) ist ein Therapiekonzept zum Erlernen einer aktiven Entspannung nach Edmund Jacobson.
Der Patient soll lernen, sich durch Anspannung bestimmter Muskelgruppen in einen Zustand der Entspannung zu versetzen.
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[Bearbeiten] Ablauf
Der Ablauf kann und soll hier nur grob skizziert werden, da Formulierungen, Tempo und Gestaltung individuell auf den Patienten abgestimmt werden sollten.
[Bearbeiten] Hinweise
- Die Spannung sollte jeweils für fünf bis sieben Sekunden gehalten werden, bei den Füßen maximal fünf Sekunden.
- Zum Nachfühlen der Entspannung sollten ca. 30 Sekunden gelassen werden.
[Bearbeiten] Vorbereitung
Das Konzept wird dem Patienten erklärt und er wird im Vorfeld über den genauen Ablauf in Kenntnis gesetzt.
Auch wird im Vorfeld ein Stichwort abgesprochen, das den Zeitpunkt markiert, zu dem der Patient die Muskelspannung aufbaut. Das kann ein "Jetzt", ein "Los" oder jedes andere Wort sein, das dem Patienten angenehm ist.
[Bearbeiten] Ablauf
- Der Patient sollte sich flach auf den Boden, eine Matte oder ein Bank legen, ggf. mit einem Kissen und in bequemer Kleidung.
- Bei Patienten, die zu einem Hohlkreuz neigen, sollten die Kniebeugen mit einer Rolle stabilisiert werden.
- Der Patient wird gebeten, die Augen zu schließen und sich einen Moment zu konzentrieren.
Muskelgruppen und der entsprechende Auftrag
- eine Hand zur Faust
- die andere Hand zur Faust
- beide Hände zur Faust
- die Unterarme anwinkeln
- die Arme auf die Unterlage drücken
- Stirn runzeln
- Nase rümpfen und Augen zukneifen
- Lippen breit ziehen und Zähne zusammen beißen
- Zunge an den Gaumen drücken
- Kinn zur Brust (Kopf anheben)
- beide Schultern hochziehen
- Einatmen und Luft anhalten
- Bauch rausdrücken
- Bauch einziehen
- Pobacken zusammenziehen
- Oberschenkel anspannen
- Füße und Zehen nach unten drücken
- Füße nach oben ziehen
- Der Patient soll dann langsam anfangen alle Muskeln - erst Füße und Beine, dann Hände und Arme, dann den Kopf zu bewegen während der Anleiter langsam rückwärts von 4 bis 1 zählt.
- Der Patient soll seine Augen öffnen.


