Phoniatrie

(griechisch = Stimmheilung) ist ein medizinisches Spezialgebiet der Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, welches sich mit der Störung von Stimme, Sprechen und Schlucken diagnostisch und therapeutisch befasst. Mit dem Fachgebiet der Pädaudiologie deckt es den Bereich der Kommunikationsstörungen ab.



Als Gründer der Phoniatrie gilt der Mediziner Hermann Gutzmann (1865-1922), der 1905, zusammen mit seinem Wiener Schüler Emil Fröschels, das Fach eingeführt hat. Daher sind zu Beginn alle Puplikationen in deutsch verfasst, womit Deutschland als Vorreiter in diesem Gebiet angesehen wird. In Deutschland wurde Phoniatrie erst 1992 als eigenständiger Fachbereich anerkannt.


Der wichtigste Beruf neben der Phoniatrie ist die Logopädie, die sich aus der Phoniatrie entwickelte. Während sich die Phoniatrie mit der meist invasiven Diagnostik und Therapie beschäftigt (Stroboskopie,Laryngoskopie,Phonochirurgie) ist die Logopädie als ergänzende Diagnostik und Rehabilitation anzusehen. Da es Logopäden nicht möglich ist in dieser Weise in die pathophysiologischen Vorgängen einzugreifen, entsteht eine enge Zusammenarbeit der beiden Berufgruppen.