LEMO
Aus logopädisches Weblexikon
LEMO ist ein Diagnostikverfahren für erworbene Sprachstörungen. Die Abkürzung steht für Lexikon Modellorientiert
LEMO ein Verfahren zur modellorientierten Untersuchung von aphasischen, dyslektischen und dysgraphischen Störungen der Wortverarbeitung. Statt die Therapie an Läsionsort oder Syndrom zu orientieren, basiert LEMO auf einer Einzelfallbetrachtung und ermöglicht damit eine individuelle Diagnostik und Therapie. In der modellorientierten Diagnostik werden die einzelnen Komponenten und Verbindungsrouten des Logogenmodells bei der Verarbeitung monomorphematischen Wortmaterials auf Funktionstüchtigkeit überprüft.
LEMO trifft über Dissoziationen und Parametereffekte genaue Aussagen über den Störungsschwerpunkt im Modell und dessen Ausmaß. Der Test ist geeignet für die Diagnostik von Patienten in der störungsspezifischen Übungsphase bzw. der Konsolidierungsphase. LEMO lässt eine umfassende Einschätzung des rezeptiven und produktiven Störungsanteils und bietet somit eine gute Grundlage für die Therapieplanung, - Durchführung und die Kontrolle des Therapieverlaufs.
[Bearbeiten] Umfang
Getestet werden in 33 Testeinheiten
- das Sprachverständnis,
- die Benennleistung,
- das Lesen und
- Schreiben sowie
- das Nachsprechen.
Die Leistungen des Patienten werden dabei protokolliert und anschließend ausgewertet. Die Protokollierung und die Auswertung sind ebenfalls computergestützt möglich. Für die Auswertung ist die Software obligat.
LEMO basiert auf dem Logogenmodell.
[Bearbeiten] Weblinks
- Lemo-Diagnostik - Webseite des Verlags
