Das Ohr

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Das Ohr hat als Teil des menschlichen Körpers und Wahrnehmungsorgan unterschiedliche Funktionen: es dient als Hörorgan und als Gleichgewichtsorgan.

Das Ohr

Funktionen als Hörorgan: Räumliches Hören, Lautstärke, Tonqualität (Höhe / Tiefe)

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Außenohr

Das Außenohr wird gebildet aus Ohrmuschel und äußerem Gehörgang und reicht bis zum Trommelfell (Membrana tympani). Die Ohrmuschel besteht aus elastischem Knorpel, der ihr die Form gibt. Den Außenrand nennen wir Helix und die innere Windung Anthelix. Die Vorwölbung über dem Gehörgang heißt Tragus und dient dem Schutz.

Das Außenohr sammelt den Schall und leitet ihn über den Gehörgang weiter zum Trommelfell. Die Haut des Außenohres ist mit Talg und Ohrschmalzdrüsen besetzt, zur Reinigung des äußeren Gehörgangs und zur Erhaltung dessen Geschmeidigkeit. Außerdem finden sich auf der Haut feinste Härchen, ebenfalls zur Reinigung.

[Bearbeiten] Mittelohr

Das Mittelohr (Paukenhöhle) wird nach Außen vom Trommelfell begrenzt. Dieses liegt schräg nach außen am Ende des Gehörganges und ist durch einen bindegewebigen Ring aufgehängt, locker gespannt und trichterförmig zur Paukenhöhle eingezogen.

Schallwellen von Geräuschen werden als Schwingungen an die Gehörknöchelchen weitergegeben.: Der Hammer (Malleus) ist mit seinem Griff am Trommelfell verwachsen. Sein Hammerkopf ist gelenkig mit dem Ambos (Zwischenknochen, Incus) verbunden. Dieser wiederum gelenkig mit dem Steigbügel (Stapes). Der Steigbügel mündet am ovalen Fenster an das Innenohr.

Die Paukenhöhle ist mit Luft gefüllt, um die Schwingungsfähigkeit der Gehörnknöchelchen zuermöglichen. Die Belüftung erfolgt durch die Eustachische Röhre (Tuba auditiva).

Die Gehörknöchelchen können die Schwingungen des Trommelfells bis zu 22fach verstärken.

[Bearbeiten] Mögliche Störungen in der Schallübertragung

Quer über das Trommelfell verläuft die Chorda tympani. Sie ist ein Ast des Nervus Facialis, der die Zungenspitze als Geschmacksnerv versorgt. Sie nimmt den kürzesten Weg, also durch die Paukenhöhle, hat für das Hören keine Bedeutung!

[Bearbeiten] Innenohr

Das Innenohr ist ein knöchernes System von verschiedenen Gängen (knöchernes Labyrinth). Es ist angefüllt mit Flüssigkeit (Perilymphe). Das Gängesystem wird im Inneren identisch von Bindegewebe nachgebildet (häutiges Labyrinth). Dieses ist angefüllt mit Endolymphe. Wir unterscheiden zwei Gängesysteme: die Schnecke (Hörorgan) und die Bogengänge (Gleichgewichtsorgan). Diese stehen miteinander in Verbindung. Im Verbindungsteil (Vestibulum) ist das Innenohr über den Steigbügel mit dem Mittelohr gekoppelt.

[Bearbeiten] Die Schnecke

Sie ist das Organ, wo die akustischen Wellen in elektrochemischen Nervenimpulse umgesetzt werden, die dann im Hörzentrum des Gehirns die Wahrnehmung des Hörens auslösen.

[Bearbeiten] Das Hören

In der Scala tympani werden die Schallwellen weitergegeben als stehende Flüssigkeitswellen. An der Spitze der Schnecke vereinigt sich die Scala tympani mit der Scala verstibuli. In dieser wird eine rückläufige Wellenbewegung erzeugt. Dadurch wird im Ductus cholearis ebenfalls eine Wellenbewegung angeregt.

Diese bringt die Basilarmembran zum Schwingen, auf der die Sinneshärchen sitzen.

Die Sinneshärchen sind am oberen Ende von einer gallertartigen Schicht umgeben (M. tectoria). Durch diese Schicht wird ein freies Schwingen der Sinneshärchen verhindert und die Bewegung wird am Fuß der Sinneshärchen in der sensorischen Endplatte registriert und als Nervenimpuls in die Hörbahn weitergeleitet.

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