Atemrhythmisch Angepasste Phonation

Atemrhythmisch angepasste Phonation (AAP) ist eine Methode zur Verbesserung der Sprechatmung einerseits und des Sprechens andererseits, das an die Atmung gekoppelt werden soll. Dies soll durch das sog. Abspannen geschehen.

Begründung

Begründet wurde diese Methode durch die beiden Österreicher Horst Coblenzer (Professor für Atem-, Stimm- und Sprecherziehung an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Wien) und Franz Muhar (Universitätsprofessor für Innere Medizin mit besonderer Berücksichtigung der Pulmologie).

Poltern

Die atemrhythmisch angewandte Phonation findet in der Therapie von Poltern Anwendung. [1] Dadurch soll eine den Sprechphrasen angepasste Phonation erreicht werden und die Phrasen verkürzt, sowie die Anzahl der Sprechpausen erhöht und diese besser platziert werden.

Dysphonie

Die Atemrhythmisch Angepasste Phonation (AAP) wird auch zur Behandlung von Dysphonien eingesetzt. Ziel der sprachtherapeutischen Behandlung ist hier die Ökonomie der Atemaktivität und, wie es bei jeder Therapie von Dysphonien ist, das stimmliches Durchhaltevermögen unter schwieriger Phonationsbedingung. Der phonatorische Reflex des Diaphragmas soll also genutzt werden. So sollen die Stimme und besonders der Larynx entlastet werden und demgegenüber die Belastung auf das Diaphragma übertragen werden. Mithilfe der AAP werden eine Schnappatmung und hörbare Inspiration vermieden.

Literatur

  • Horst Coblenzer, Franz Muhar: Atem und Stimme. Anleitung zum guten Sprechen, 18. Auflage, Wien 1999, öbv & hpt, ISBN 978-3-7074-0540-8.
  • Uwe Schürmann: Mit Sprechen bewegen. Stimme und Ausstrahlung verbessern mit atemrhythmisch angepasster Phonation, München 2007, Verlag Ernst Reinhardt, ISBN 978-3-497-01906-9.

Einzelbelege

  1. Vgl. Ulrike Sick: Poltern. Theoretische Grundlagen, Diagnostik, Therapie, Verlag Georg Thieme, Stuttgart/New York 2004, ISBN 3-13-131211-4, S. 175.

Siehe auch

Weblinks